stringsperm

8 neue songs sind am start !!!

wir werden weiterhin an unserer rocknrollfrucht

arbeiten,,und in kürze in die wiege legen

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Soultrash'
veröffentlicht September 2002
Pressestimmen:
"Right...right or wrong?" Mit dieser Frage eröffnen STRINGFACE ihre zweite Eigenproduktion namens "Soultrash", verpackt in ein höllisches Groovemonster. Meine Fresse, ein solch fetter Sound ist mir bei einer Undergroundveröffentlichung selten unter-gekommen. Die musikalische Leistung der 1995 gegründeten und mittlerweile auf ein Trio geschrumpften Band kann sich aber auch sehen lassen. Moderner, zeitgemäßer Thrash Metal, dessen Lehrmeister ohne Zweifel PANTERA, MACHINE HEAD und Konsorten gewesen sein dürften, wird hier geboten. Aggressiv, heftig, eruptiv, brutal und sofort in die Beine gehend präsentieren sich Stücke wie der schon erwähnte Opener, der Double Bass-Stampfer "Do It" oder das vom Riffing her sehr stark an Dimebag Darrells Gitarrenarbeit erinnernde "Bullshit". Aber keine Angst, die Melodien kommen auch nicht zu kurz, wie das atmo-sphärische "Soulgarden" oder die ihrem Namen alle Ehre machende, neunminütige Halbballade "Depression", die mit fesselnd-psychedelischer Melodieführung und einem packenden Spannungsaufbau glänzt, beweisen. Größter Pluspunkt von STRINGFACE ist jedoch Klampfer/Sänger Ralf Langer, dessen Vocals extrem variabel und sehr markant daherkommen und so jede auf "Soultrash" angeschnittene emotionale Lage authentisch wiedergeben können. Doch leider muss auch Kritik geübt werden. Mit "Burning", "Blood Of Suicide" oder "Die" hat sich auch das eine oder andere Stück mit an Bord geschlichen, das über durchschnittlichen Einheitsbrei nicht hinauskommt. Zudem ist das Artwork der CD farblich zwar schön anzusehen, aber in der Gesamtheit etwas einfallslos ausgefallen. Dies ändert jedoch nichts daran, dass STRINGFACE mit "Soultrash" ein gutes Stück Underground abgeliefert haben, weswegen die Antwort auf die am Anfang gestellte Frage nur so lauten kann: "Right!" Metalgreg, Metal.de, 7 von 10 Punkten, November 2002
 
"Soultrash" heisst ein weiteres interessantes Album aus Deutschlands Metal-Untergrund. Gemacht haben es Stringface aus Dischingen, die auf die 10 Songs auf diesem Werk wirklich stolz sein können. Mit Stilelementen aus dem Thrash und Power Metal bis Hardcore Bereich haben die drei Jungs ein sehr eigenständiges Album hervorgebracht. Krachende Attacken auf den Nacken gepaart mit aggressiven Sounds fordern den Hörer ebenso heraus wie einprägsame, seelenfressende Melodien. Dazu ist alles in eine irgendwie bizarre, kranke und kalte Atmosphäre gehüllt, die schwer zu beschreiben ist. Aber dieses macht "Soulthrash" zu einem Album, dass sich weit von der Mehrzahl anderer Veröffentlichungen abhebt. Als Beispielsongs seien hier nur "Powered" und "Soulgarden" genannt, die echt mitreissend sind und unter die Haut gehen. Schwächere Songs sind unter den Zehnen zwar auch noch zu entdecken, aber unterm Strich ein echt gelungenes Album, mit dem sich doch wohl ein Label finden sollte.
eller, Amboss-mag.de, November 2002
 
Heavy Metal-Klischees sollen laut Info bei STRINGFACE außen vor bleiben, und Heavy Metal im Sinne von Luca Drachenfänger, Joey Testosteron und Tarek Schwertschlucker spielen STRINGFACE auch nicht. Heavy Metal im Sinne von "fetten Gitarrenriffs", "extrem hoher Aggressivität" und "amtlichem Schlag in die Fresse" dafür aber umso mehr. Je öfter sich "Soultrash" in meinem Schacht dreht, desto mehr begeistern mich Songs wie "Do It" und "Right or Wrong". "Schuld" daran sind die superbe Rhythmusgitarrenarbeit, die derben Drumgrooves und die aggressiven, wandlungsfähigen und einprägsamen Vocals von Ralf Langer. Letzteres ist umso erstaunlicher, als Ralf "nebenbei" auch für die komplette Gitarrenarbeit verantwortlich zeichnet und dennoch eigenständige Gesangslinien hinbekommt mit seiner zwischen Growls, heiserem Thrashgesang und einem angepissten Zwillingsbruder von Chris Cornell pendelnden Stimme. STRINGFACE haben ihre Lehrzeit bei PANTERA, MACHINE HEAD und Konsorten mit Bravour abgeschlossen und mit "Soultrash" bereits den ersten Schritt in Richtung Eigenständigkeit in einem eigentlich sehr limitierten Bereich des modernen Thrashmetals getan. Die so gewonnene Zuversicht zeigt sich im unkonventionellen und doch funktionierenden Arrangement des Openers "Right or Wrong" ebenso wie im abschließenden Halbballade-mit-Eiern-Monster "Depression". Ansonsten haben die sofort ins Blut gehenden Stakkatoriffs und die zum Mitbangen zwingenden Grooves uneingeschränkte Vorfahrt, ohne in sinnloses Geballer auszuarten. Und selbst ein paar Melodien schaffen es, sich in die Ritzen der Metallwand zu zwängen und so "Soultrash" zu einem faszinierenden, weil durch und durch natürlich und spontan wirkenden Thrashalbum der neueren Generation zu machen. So sollte man sich vom etwas lieblosen Coverartwork nicht abschrecken lassen und "Soultrash" sofortamente bei Ralf Langer, Seeweg 11 in 89561 Dischingen ordern, zumal auch das alte Gesetz "Eigenproduktionen haben einen lahmen Sound" von STRINGFACE außer Kraft gesetzt wird: Als ich das erste Mal das Album einlegte und gnädig die Lautstärke schon vorab deutlich höher als bei Labelprodukten aufgedreht hatte, wurden meine Mitbewohner durch mehrere Wände hindurch noch aus den Betten geworfen. Prädikat: "Fuck yeah!!!" Vampster.com, November 2002
 

Kollege Graf hatte in Heft Numero neun absolut Recht, als er schrieb, STRINGFACE seien eine Band, die man im Auge behalten sollte. Nun liegt es an mir, das Zweitwerk dieses hochtalentierten Trios aus dem Süddeutschen zu besprechen.
Inwiefern sich STRINGFACE stilistisch und qualitätstechnisch weiterentwickelt haben, entzieht sich meiner Kenntnis, da mir das Debüt "Psycho" gänzlichst unbekannt ist. Deshalb keinerlei Spekulationen, her mit den Fakten: "Soultrash" ist ein prima Thrash Metal Album geworden, das überaus erfrischend klingt und sich auch genrefremden Einflüssen nicht verschließt. Die zehn Songs sind interessant und kompakt arrangiert, begeistern durch klare Strukturen und hervorragende Refrains. STRINFACE flirten oft und gerne mit psychedelischen Schrammelgitarren, modernen Grooves oder teils fetten, fast schon Nu Metal-mäßigen Riffs, aber man hat zu jeder Sekunde das Gefühl, daß die Burschen wissen, was sie da tun. Die einzig vergleichbare Kapelle, die mir in den Sinn kommt, sind die Amis von Intrinsic mit ihrer "Closure"-Scheibe aus dem Jahre 1995. Songs wie das mächtig Dampf machende "Burning", das von einem Killer-Refrain getragene "Soulgarden" oder der neunminütige, Hippie-eske und fast schon an Trouble und Konsorten erinnernde Rausschmeißer "Depression" beweisen, daß STRINGFACE eine Band sind, die einen Plattendeal schon längst verdient hätten. In Bezug auf Eigenproduktionen bin ich eigentlich stets zurückhaltend in meiner Euphorie, aber gerade diese drei Songs sind mir locker 13 Punkte wert. Da sich auf der ansprechend produzierten und ordentlich aufgemachten CD auch zwei, drei Durchhänger eingeschlichen haben, kommen wir unterm Strich wieder auf 11 Punke. Die haben's aber in sich!

Legacy, Ausgabe 6/2002

 
Als deutsche Soldaten im Ersten Weltkrieg zum ersten Mal britische Tanks auf sich zu rollen sahen, den Motoren-Lärm vernahmen und obendrein aus den Stahl-Kolossen unter Beschuß genommen wurden, dürften sie sich einer Wucht gegenüber gesehen haben, der sie nichts entgegensetzen zu können glaubten. Benötigte man für diese Situation einen Soundtrack, wären „Right Or Wrong“ und „King Of Lies“ von STRINGFACE die passende Musik dazu. Die Gitarren-Attacken von Ralf Langer walzen alles nieder, seine Stimme donnert einem entgegen, daß man glaubt, sich ducken zu müssen. Markus Lutz erschafft mit seinem Baß einen zwingenden Groove, der von Markus Mayers Schlagzeugspiel zu einem Gewitter inmitten eines Infernos gemacht wird. Selbst die Ballade „Depression“ haut immer noch voll in die Fresse, nachdem uns erst einmal der wohlige Schauer auf eine falsche Fährte gelockt hat.
STRINGFACE sind eine außergewöhnliche Band. Ihre Musik entzieht sich einem strikten Schubladen-Denken, irrt dabei aber nicht ziellos zwischen den Genres umher. Vielmehr sind Elemente aus Thrash, Death und New Metal so miteinander verwoben, daß ungelogen irgendwie etwas Neues entstand, das vor allem unendlich brutal und aggressiv ist. Diese Band, die mit ihrem zweiten Album „Soultrash“ immer noch ohne Plattendeal ist, ist der beste Beweis dafür, daß diese so heiß begehrten Deals weder Glückssache sind, noch vom Sachverstand der Label-Leute abhängen.
Solange es aber Bands wie STRINGFACE gibt, muß es uns um die Zukunft des deutschen Heavy Metals nicht bange sein. Auch wenn die goldenen Zeiten der harten Zunft allmählich schwinden und wir uns mal wieder ein Jahrzehnt lang im absoluten Underground herumschlagen müssen.
JUB
/ Interregnum.de
 
Ihre Platte "Soultrash" gibt genau das wieder, was man sicher unter Ihrem Namen vorstellen kann. Dynamik, Gefühl für die Musik und unendlich viel Abwechslung bringen Stringface auf "Soultrash" unter einen Hut. Mit "Soultrash" kommen Fans von fetten Grooves, Knüppeleinlagen und klaren, deutlichen Voices auf Ihre Kosten. Gleich der erste Track "Right or Wrong" bringt die Erde zum Beben und diverse Melodien geben das passende Feeling hinzu, was auch gleichzeitig den in so gut wie jedem Lied vorhandenen "Wiedererkennungseffekt" beisteuert. Selbst beim ersten Reinhören hört sich kein Track an "wie der Andere", was die Platte jedem leicht zugänglich macht und absolut keinerlei Gewöhnung bedarf. Bereits nach dem ersten Hören bleibt jedem eines, der 10 Lieder im Kopf hängen und man schmeisst die Platte immer wieder ein.
Auch wenn man nach Einlegen der CD gerade mal 34 Sekunden warten muss bis man die volle Breitseite "Geknüppel" abbekommt, so ist das längst nicht alles, was "Soultrash" zu bieten hat. Gekonnte Refrains setzen sich immer wieder durch und geben der Besonderheit von "Soultrash" den Rest.
Trotz der großen, musikalischen Vielfalt und den einprägsamen Riffs auf "Soultrash" trägt die Stimme, welche durch Ralf Langer verkörpert wird ein Großteil dazu bei, das sich die CD vom ersten bis zum letzten Track nach Stringface anhört. Der meiner Meinung nach beste Track neben "Powered" und "Right or Wrong" ist "Depression", der erstens so einzigartig ist und zweitens so unterschiedlich zum restlichen Album, dass es schon fast wieder genial ist dieses Lied so in Szene zu setzen und Als eine Art "Outro" aufzuspielen - Genial -
Neben diversen großen und kleinen Bands, hat Stringface/Soultrash einen besonderen Platz in meiner CD-Sammlung bekommen. Ich kann an dieser Stelle nur jedem Empfehlen sich dieses Album anzuschaffen.
Chris, www.moshock.de, März 2004
 
Aus dem südbayrischen Dischingen haut uns das Trio Stringface mit "Soultrash" im November 2002 bereits ihren zweiten Longplayer um die Ohren. Das Debüt "Psycho" aus dem Juli 2000 kenne ich zwar nicht, doch ihre aktuelle Scheibe hat mich wirklich beeindruckt.
Zuerst fällt gleich der für eine Eigenproduktion hervorragende Klang auf, der ist laut, drückend und hat Eier. Nach kurzem Intro legt "Right Or Wrong" auch gleich los und stimmt mit ganz fiesen Grooves und der überaus markanten Stimme von Ralf Langer auf den Rest des Albums ein. Hier fährt er gleich seine ganze Bandbreite ab, von tiefen Growls über hasserfüllte und aggressive Schreie bis zu emotionsgeladenen, klarem Gesang wird hier viel Abwechslung geboten.
Durch die Rhythmusgitarren-Arbeit, die ebenfalls Ralf Langer ganz alleine übernimmt, entsteht hier gepaart mit den tonnenschweren Bass-Riffs und dem perfekt getimten Drumming ein Groove, der kaum in Worte zu fassen ist und wie eine Walze auf dich zurollt, vor der du nicht ausweichen kannst. Das Tempo wird hier auch oft variiert, auch wenn man meistens in mittleren Geschwindigkeitsregionen daherkommt, werden teilweise auch heftige Knüppelparts und Blastbeat-Attacken eingestreut.
Auch wenn die 1995 gegründeten Stringface wohl ganz klar in Pantera und Machine Head ihre größten Inspirationsquellen sehen, können sie sich hier doch einen recht eigenständigen Sound mit hohem Wiedererkennungswert erarbeiten. Wie schon erwähnt ist Ralf Langer daran alles andere als unschuldig. Vor allem seine Killer-Refrains, die immer wieder Melodien in das harte und kalte Stahlgerüst einbringen, lassen die Songs zu etwas besonderem werden, zum Beispiel wird das bei "Burning" überaus deutlich.
Neben den beiden ersten Tracks möchte ich hier noch zwei hervorheben: "Soulgarden" wäre eins davon, dieses Lied überrascht erst mit verzerrten, geflüsterten Vocals, um dann die gesamte Spielzeit über mit Gesangslinien aufwarten, die an die hymnischen Sachen von System Of A Down erinnern.
Zum anderen will ich hier auch noch den letzten Song, eine 9-minütige "Depression", ansprechen. Diese hochmelodische Halbballade ist mit seiner düsteren und melancholischen Stimmung einerseits ein klasse Kontrast zu den restlichen Krachern, passt andererseits aber auch wieder ziemlich gut ins Gesamtbild. Ist hier vor allem auch gut gewählt, dass der Song quasi so etwas wie ein Outro ist. Auch wenn's gemäßigt und ruhig zugeht, steckt hier auch noch wahnsinnig viel Power drin.
Unter den 10 Songs befinden sich zwar auch 1-2 durchschnittliche Nummern, aber die fallen bei dieser Masse an Klasse kaum ins Gewicht und werden den Bayern wohlwollend verziehen. Ich freue mich schon auf neues Material dieser Truppe... wirklich schade, dass die noch keinen Plattenvertrag in der Tasche haben, würden musikalisch wohl gut zu Roadrunner passen...
Stefan, www.metal1.info
 

Schon erstaunlich, dass ich diese CD erst 2004 in die Finger und somit um die Ohren bekomme. Was jedoch noch erstaunlicher ist, dass eine so professionelle Aufnahme in Eigenproduktion entstanden ist und die Jungs (nach meiner Kenntnis) noch immer keinen Deal haben! Damit wäre schon mal viel Lob verteilt, welcher jedoch ohne Zweifel auch verteilt werden darf. Die Süddeutschen beherrschen die Instrumente sehr gut und können es mit den bekannten aus der Oberen Liga der Metalgemeinde auch aufnehmen. Stringface jedoch in eine der bestimmten Schubladen zu stecken, stellt sich für mich als schwer heraus. Es gibt zum einem Songs wie "Right or wrong" oder "King of lies", die eine Mischung aus Pantera, Slipknot und Coal Chamber bieten und zum anderen bietet diese Scheibe geniale Riffs sowie Vocalarten, die sich an Machine Head und an die verschiedensten Power/ Heavy Metal Bands anlehnen. Und allein aus diesen vielen Vergleichen lässt sich keine direkte Verbindung zu einer bestimmten Richtung herableiten. Es ist einfach zu viel Vergleichbares und Neues dabei. Genau das ist der Punkt, der "Soultrash" so interessant macht.
Leider habe ich trotzdem einen kleinen nervigen Punkt und zwar liegt dieser in den Lead-Vocals. Diese bewegen sich nämlich nicht nur in den schreienden Stilen á la Phil Anselmo und Corey sondern zu meinem Bedauern auch viel im Bereich des True/Power Metal-Gesangs. Da ich diesen Schubladenbereich des "Eunuchen"-Gesangs nicht sonderlich bevorzuge muss ich gestehen, dass mir die fiesere Variante des Bandleaders Ralf Langer für Stringface viel besser gefällt. Außerdem passt eine dreckige Art eher in den coolen power-thrashigen Sound. Was noch zu erwähnen wäre ist der letzte Song. "Depression" ist nämlich ein überragend wirkender Song, der langsameren Schiene und verleit eine leichte Balladenatmosphäre. "Depression" sollte allein wegen der Kraft und eingängigen Melodien auf jedem Sampler vertreten sein. Einfach schön. Kann man wirklich immer wieder hören.
Fazit: Geniale Scheibe, sollte man schon "zwei" Öhrchen riskieren.
Eine Frage bleibt jedoch weiterhin offen: Wo bleibt der Deal mit einem bekannten Label?

8.0 Punkte von Arturek / www.metalglory.de

 
Psycho
veröffentlicht Juli 2000
Pressestimmen:

Ja, das kann sich hören lassen, was die Heidenheimer Mannen von „Stringface" dort im eigenen Studio produziert haben. Unter dem sinnigen Titel „Psycho" verbindet die CD ein ansprechendes Artwork mit soliden und harmonisch fein getrimmten Thrash-Klängen fernab peinlicher Klischees. Die Band gibt auf ihrer Debüt-CD ordentlich Gas und zwar in einer für ein Eigenprodukt überraschend guten Soundqualität. Fette Gitarren dominieren durchweg auf „Psycho". Es wird geschraddelt, was das Zeug hält. Hier und da quieken Obertöne, und stellenweise wird ordentlich gefrickelt. Niemals lässt „Stringface" jedoch den Spürsinn für die Gesamtsituation in einem technischen Raubbau versanden. Die Songs sind sehr klar durchstrukturiert und lassen die nötige Portion Feuer nicht vermissen. Es geht nach vorn, angetrieben von einem heftigen Bass und solide ausgeprägten Schlagwerk. Den Höhepunkt der CD bildet das sehr gut ausgefallene Stück „Believer", bei dem überzeugende Riffs duch eine gelungene Harmonie und einen sich festfräsenden Refrain abgerundet werden. Hier zeigen sich die wirklichen Songwriterqualitäten von „Stringface": die Nummer braucht sich vor Vergleichen nicht zu scheuen. Auch sonst ist „Psycho" für manche Überraschung gut. Bei dem im Midtempo vor sich hinstampofenden, ansonsten jedoch knüppelharten Beinbrecher-Song „Sheepshagger" wird der Hörer mit einer Mundharmonikaeinlage verwöhnt, wie man sie wohl kaum bei dieser Art von Musik erwarten würde.
Holger Scheerer, Heidenheimer Zeitung, 9.9.2000

 
Na, endlich mal wieder ein klasse Stück Oldschool-Thrash mit frischem Charakter. Das Debutalbum der Vier aus Dischingen überrascht durch Professionalität, hat Anlehnungen von Slayer über Machine Head bis Metallica (vor 10 Jahren!). Selbst einen doomigen Touch kann ich erkennen. Wie häufig bei Debutalben ist der Sound noch breit gefächert, die Jungs haben ihren konkreten Stil noch nicht gefunden. Doch das Material ist absolut hörenswert.
Brainkiller, www.heavy-metal.de, 4.10.2000

 
Aus deutschen Landen frisch auf den Tisch flattert kurz vor Torschluss ein grimmiger roter Tiefseefisch, der mich vom Cover der „Psycho" böse anglotzt, soweit das aus seinen blinden Augen möglich ist. Und auch musikalisch macht der seit 1995 existente und in der jetzigen Form seit 1997 zusammen spielende schwäbische Vierer keine halben Sachen. Sehr gut gespielter, zeitgemäßer Thrash, der mehr als einmal an die Vorväter Metallica erinnert und vor allem durch einen zielsicheren Instinkt für gute Hooks besticht - mit „Believer" haben die Jungs einen wirklich hammerstarken Song zusammengebastelt, und ein Großteil des Materials steht dem kaum nach - lediglich „Inside" fällt für meinen Geschmack doch etwas ab. Zudem gibt es mit dem überraschenden „Schwarzer Mann" nicht nur auch einen deutschsprachigen Song - er beginnt auch mit dem von einer Spieluhr gespielten Schlaflied „Guten Abend, gute Nacht" - netter Einfall! Diese Jungs sollte man unbedingt im Auge behalten!
Martin Graf, Legacy 05/00, 11 von 15 Punkten
 
Metal-Fest erster Güte Was haben wir uns früher gefreut, wenn Heidenheimer Thrash-Metal-Bands unterwegs waren und vor allem die Heimatstadt zu einer kleinen Hochburg des Genres gedeihen ließen. Im Fahrwasser der damaligen Überflieger „Death In Action" entstanden dann in den 90ern zahlreiche Nachahmer, die alle mehr oder weniger originell ihren Vorbildern frönten. Im Falle „Stringface" kann man getrost hineinhören, denn bei den Nattheimern (...) handelt es sich a) um eine klasse Metal-Combo, die dann auch noch b) ganz eigenständig und originell mit interessanten Sounds jongliert. Mit dem Titelstück beginnt eine rasante Fahrt durch über 35 Minuten Metalsound, der für eine Eigenproduktion fett und technisch brillant daherkommt. Genau wie bei „Godless" und „Believer" treffen schleppende Gitarrenriffs auf eine brachial nach vorn treibende Rhythmusfraktion. Selbst eingefleischte Thrashfans dürfen sich freuen, denn für eine einheimische band klingen „Stringface" mehr als ausgeschlafen und das ohne zu langweilen. Immer wenn die Gitarrenwällle drohen, eintönig zu werden, lässt das Quartett interessante Melodiebögen und spannende Breaks einfließen. Mit „Schwarzer Mann" folgt ein deutschsprachiges Stück, das vor allem textlich recht witzig ist, aber auch durch eine gespenstisch-düstere Atmosphäre aus dem Rahmen fällt. Fett mit Breitwand-Sound geht es dann bei „Inside" zur Sache, wo die Band wieder mit ihrem verschleppten Hauruck-Rhythmus zum Moshen einlädt und sich wie gehabt mit Spielereien austobt. Bedrohlich und echt klassisch-thrashig geht es dann weiter mit „Mistrust". Mächtig und majestätisch klingt der Song und wird vor allem Testament-Fans aufhorchen lassen. Auflockernd, beinahe balladesk geht es mit „Sheepshagger" weiter, wo „Stringface" sogar mit Bluesharp (mutig, mutig) experimentieren. Der vorletzte Song „Dark Night" ist gewohnt heavy mit diesem typischen Hang, nicht stupide drauflos zu ballern. Das Plus von „Stringface" sind eigenständige Ideen, bei denen auch ausgesprochene Metal-Hasser hinhören sollten. Mit der wunderbaren Ballade „Sung Silently" und einer verzaubernden Akustikgitarre endet die grandiose CD, die den Heavy Metal zwar nicht unbedingt neu erfindet, jedoch ohne etwas falsch zu machen, für die Szene wie gemacht ist. Mit diesem Produkt dürften „Stringface" ganz oben in der heimischen Metal-Liga mitschwimmen.
Volker Spellenberg, Heidenheimer Neue Presse, 24.03.2001
 
Die erste Stringface Scheibe "Psycho" kommt meiner Meinung nach nicht an ihren Nachfolger "Soultrash" heran. Dies ist bei einem Album wie "Soultrash" jedoch auch verständlich, bei einer Band wie Stringface jedoch nicht vorhersehbar.
Alles in allem steckt auch in "Psycho" durchaus wieder einmal die volle Breitseite Energie drin, doch diese wird nicht so gekonnt in Szene gesetzt wie auf "Soultrash". Der erste Track "Psycho" lässt zwar gleichmal die Erde beben, doch nach knapp zwei Minuten hat man sich sattgehört und schaltet weiter. Leider ist mir dieses Phänomen öfters untergekommen und nach ein paar Tracks war irgendwie die Luft raus.
"Believer" brachte dann das verloren geglaubte Feeling zurück und zeigt dass es doch noch weiter geht. "Schwarzer Mann" lässt einen plötzlich um sich schauen und wieder gespannt zur Musik hören. Ein Intro das sehr passend zum restlichen Feeling gemacht ist. Dass man dann alles auf deutsch hört gibt der Verwunderlichkeit den Rest. Danach glaubt man den Höhepunkt erreicht zu haben. "Inside" hat zwar typisch gute Stringface Riffs und "Mistrust" bringt wieder die typisch cleane Stringface Stimme rüber, doch all das ist ziemlich "müde" in Szene gesetzt. Einmalige Knüppeleinlagen wie bei "Right or Wrong" oder Parts mit einmaligen Stimmeinlagen wie bei "Soulgarden", beide von dem Nachfolgeralbum "Soultrash", habe ich auf "Psycho" vergebends gesucht. "Dark Night" lässt einen dann jedoch nochmal richtig aufschauen. Ein gelungenes Intro, welches im Lied nochmals zu hören ist und sehr gute Knüppeleinlagen.
Beim letzten Lied "Sung Silently" hatte ich das Gefühl, es sei der Vorgänger vom Soultrashsong "Depression" und wurde erst zwei Jahre später perfektioniert. Wer in "Sung Silently" das sucht, was er in "Depression" fand, wird vergebens suchen.
Meiner Meinung nach liegen zwischen "Soultrash" und "Psycho" Welten. Doch auch hier gilt: Selber eine Meinung bilden!
Chris, www.moshock.de, März 2004

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